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 Betreff des Beitrags: Nach Samhain
BeitragVerfasst: Di 1. Nov 2011, 19:09 
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Registriert: Mi 27. Aug 2008, 08:12
Beiträge: 1355
Ein Sturm zieht auf.
Ich hocke zu Füßen von Kincaids Schlachtross und packe die Sachen für meinen Herren. Der Morgen graut, doch die ersten Sonnenstrahlen vermögen es nicht, den dichten Nebelschleier zu durchdringen. Ich schaue zu Lynard herüber, wie er die Abreise von Lara vorbereitet. Er schaut im gleichen Augenblick zu mir herüber, wie ich zu ihm.
Er grinst breit und zeigt mir anhand seiner Finger wieviele Flaschen Met er getrunken hat, oder mit wievielen Frauen er getanzt... so genau weiß man das nicht.
Ich grinse und schaue dabei zu Boden. Zu schnell ermächtigt sich ein dunkler Schleier meiner Seele. Es ist viel passiert an Samhain. Es wurde viel entschieden an Samhain. Und ich muss mich für einen Weg entscheiden.
Im Gasthaus höre ich noch Madocs Stimme, wie er heiser mit den Geistlichen diskutiert. Über uns wurde ein Fluch verhängt. Morrigan selbst sprach durch den taskrovischen Druiden Morean.
Sie verfluchte uns und weigerte sich das Ritual zu vollenden.
Viel zu lange hätten wir ihren Namen nicht geschrien. Seit der Schlacht bei Rannhor Moor, haben wir ihr Kind von uns empfangen. Seid diesem Tag ist uns das Kriegsglück hold geblieben. Doch was haben wir getan? Was haben wir getan? Wir haben ihr Kind nicht gesäugt. Wir haben es weggesperrt.
Unruhe brach unter den Beteiligten aus, während Madoc seine schmerzende Hand hielt. Vier sind für diesen Fluch verantwortlich. Vier. Sie sprach die Namen: Logan, Bran, Madoc und Morloc.
Bei einigen Beteiligten brach Panik aus. Was soll das heißen?
Bevor Morean zusammen brach, sprach die Krähe. „Imbolc, Belthane und Lughnasad sind uns verwehrt.“ Die Toten werden sich erheben. Pikten und Sachsen.
Das Gedenken an die Gefallenen wirkte danach skurril und deplatziert. Während lautem Gemurmel bei den Gästen, gedachten wir an Fingal und -vor allem- Seamus!
Als der Kreis wieder geöffnet wurde, brach zu allem Überfluss Siobhán zusammen und verlor in einem schmerzhaften Kampf, das Belthane Kind von dem nun verfluchten König Logan.
Doch ich musste noch eine weitere Entscheidung treffen. Kincaid sagte mir im Vertrauen, dass er von nun an ein Caer bei den MacLogs erhielte. Ich solle mich nun entscheiden. Gehe ich mit Kincaid meinem Schildherrn oder bleibe ich bei Lara, die nun erste Kriegerin des Clans, und beende dort meine Ausbildung.
Ich zäume das Pferd und schaue in den Himmel.
Ein Sturm zieht auf.
Oh Mannanan steh mir bei. Oh ihr Ahnen helft mir bei der Entscheidung. Ich schließe die Augen.
Welchen Weg soll ich Einschlagen. Meine Loyalität als Schildträger gilt meinen Krieger. Aber ist die Loyalität gegenüber des Clan nicht viel höher?
Oh Mannanan gib mir ein Zeichen, welchen Weg du für mich bereit hältst.
Ich öffne meine Augen und sehe ihn.
Den Sturm.
Tief schwarz sehe ich die Gewitterwolken im Osten stehen, für kurze Augenblicke erhellt, wenn ein Blitz herausbricht.
Dies soll mein Weg sein. Ich bin fertig mit den Vorbereitungen. Zeit Abschied zu nehmen. Ich gehe zu Lynard rüber und lege ihm meine Hand auf die Schulter. Ich grinse ihn an. „Ich habe entschieden. So einfach wirst du mich nicht los. Und außerdem, wer soll denn sonst auf dich aufpassen.“ Wir lachen kurz, dann gehe ich weiter zu meinem Herren.
So sei es. Ich gehe mit Lara. Manannan zeigte mir, wer mich mehr brauch. Mein Clan.

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Ich mag Moff


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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Samhain
BeitragVerfasst: Di 1. Nov 2011, 20:01 
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Registriert: Mi 27. Aug 2008, 00:01
Beiträge: 2149
Etwas später kam Connor zu Lara um ihr seine Entscheidung mitzuteilen. Nachdem Connors Worte verklungen waren, blickte Lara nach oben, sie betrachtete den Sturm der sich dort zusammenbraute,ein Rabe zog weit oben seine Kreise, ihr fröstelte.
Sie sah Connor lange in die Augen bevor sie sprach:
„Conner , Du hast Deine Entscheidung getroffen. Ich gebe zu ich habe gehofft dich weiterhin an meiner Seite zu haben. Die Entscheidung die Du getroffen hast ist eines Kriegers würdig, denn sie war nicht leicht. Pflicht muss einem Krieger immer vor gehen, und Du musstest Dich Entscheiden zwischen der Pflicht Deinem Krieger zu folgen und der Pflicht Deinem Clan zu dienen. Wir haben im Letzten Jahr zwei der besten Krieger verloren, Fingal, Seamus (und nun auch noch Kincaid, fügte sie in Gedanken hinzu) Du hast Dich für den Clan entschieden, das Wohlergehen des Clans ist die erste Pflicht des Kriegers. Das ist es ,was ich euch beibringen wollte und das ist es ,was Du gelernt hast...... ich bin stolz auf Dich . Das ist die Besonnenheit von der ich gestern zu Dir sprach. Diese Lektion hast Du also gelernt. Nun lerne den Rest....“
Lara legte Connor anerkennend die Hand auf die Schulter, nickte ihm zu und ging....
Blätter wurden von den Bäumen gerissen und der Sturm zerrte an ihrem Haar, hoch oben in der Luft schrie ein Rabe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Samhain
BeitragVerfasst: Di 1. Nov 2011, 20:43 
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Registriert: Mi 27. Aug 2008, 00:01
Beiträge: 2149
Genauso düster wie die Wolken über ihr fühlte sich Lara in diesem Moment. Kincaid hatte ihr erklärt, das einen Cair bei den Logs anzunehmen war seiner Meinung nach die einzige Möglichkeit sie auf die Aufgabe vorzubereiten die vor ihr lag, damit er ihr nicht im Weg stand ,wenn sie Entscheidungen treffen musste und damit er nicht über ihren Kopf hinweg entschied ,da er es bisher gewohnt war zu führen.... Ja, sie konnte seine Argumente auch verstehen, und obwohl er gesagt hatte, wenn sie ihn brauchte würde er immer für sie und seinen Clan da sein....fühlte sie sich in diesem Moment seltsam allein...

Sie streichelte gedankenverloren ihren Bauch, "Seamus,Bruder " flüsterte sie , der Sturm wurde immer stärker und der Regen setzte ein, doch Lara spürte ihn kaum, sie stand einfach da...

...dann ballte sie plötzlich die Faust,drehte sich abrupt um und stellte sich gegen den Stum "Nein" brüllte sie dem Sturm entgegen ,nein ....sie war nicht allein, sie hatte ihren Clan, ihre Lieben , all die Menschen für die sie nun verantwortlich war...ihren Sohn....nein sie war nicht allein ! und für alle diese Menschen würde sie stark sein, sie würde stark sein und sie würde kämpfen und wenn es der Wille der Götter war, würde sie auch für sie sterben.....
aber das würde hoffentlich noch langehin sein bis zu diesem Tag ...und jetzt würde sie einen Clan führen ....ihren Clan


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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Samhain
BeitragVerfasst: Do 3. Nov 2011, 01:51 
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Registriert: Di 26. Aug 2008, 20:03
Beiträge: 1209
Auf dem Hügel stand der Druide, das Blut lief schon wieder aus seiner Hand, der Regen spült es in die Herbsterde.
Morrigans Lachen klang noch in seinen Ohren wieder.
So viel Unfassbares war Samhain geschehen, wie sehr hätte er an manchen Momenten die tröstenden Worte seines Bruders gern gehört, wie nur ein Bruder zu seinem Bruder sprechen kann, wie gern das aufmunternde Lächeln seines Königs Seamus und den stets gefüllten Krug Ale aus Fingals Hand, die jetzt in der Anderswelt für die Naughtons an der Tafel wachen.
Er schritt wieder den Hügel runter zu seinem Clan, man hört einige Worte von Lughs Diener, die der Wind wie Blätter mit sich nimmt:
"Lara schreitet den Weg des Kriegers weiter..
..vier Gallier werden das Blutkind nähren..
..kam das Schwert aus dem Nebel zurück?..
..Krähe, du hast genug von uns geholt, beim Lugh.."

_________________
Optimismus ist, bei Gewitter auf dem höchsten Berg in einer Kupferrüstung zu stehen
und "Scheiß Götter!" zu rufen.

Terry Pratchett


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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Samhain
BeitragVerfasst: Mo 7. Nov 2011, 16:41 
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Registriert: Mi 27. Aug 2008, 12:23
Beiträge: 647
Mit einem erstickten Schrei wachte Morloc auf. Sein Lager war schweißnass. Erneut hatte er die Geschehnisse von Samhain im Traum durchlebt... Wie der Schmerz in der Hand immer stärker geworden war... Wie sein Blut auf dem Rückweg vom Wald den Boden tränkte... Das Zittern, das ihn durchlief, als die Krähe hinter ihm vorbeiging... Der Wunsch, wenigstens noch Seamus' und Fingals gedenken zu können. Seinem König, der so viel mehr als ein König für ihn war: ein guter Freund; einer der Gründe, nicht wieder nach Gallien zurückzukehren. Seinem treuen Kampfgefährten Fingal, der so manchem Gegner den Garaus gemacht hatte.
"Oh Morrigan, was auch immer Dich gerade erzürnt - das musste doch nicht sein. Hätte ich nicht einige Augenblicke länger durchhalten können?" Aber genau das war eingetreten, was Morloc seit den Schilderungen von Lara und Kenneth befürchtet hatte: dass es ihm ähnlich ergehen würde wie seinem Bruder...
In Morlocs Kopf schwirrten die Gedanken durcheinander wie ein Schwarm "haha, sehr lustig: Krähen!":
Die Skrupel, dass wegen der Fehler der 4 Genannten unschuldige Bauern von untoten Pikten getöten wurden.
Die Erleichterung, dass er offenbar den Fluch wenigstens nicht mit zu den Daraghs genommen hatte.
Nun hatte er es erreicht: die gesamte Keltenwelt kannte seinen Namen und nannte ihn in einem Atemzug mit Madoc, Logan und Braen... Bitter lachte er auf...
Vielleicht hätte er sich doch beim Festmahl mehr Alkohol gönnen und sich dem Rausch und dem Vergessen hingeben sollen. Aber genauso wie manches Lachen an der Festtafel war ihm auch das Ale nur schwerfällig durch die Kehle gelangt.

Noch lange wälzte Morloc sich ruhelos hin und her, bevor ihn ein tiefer traumloser Schlummer zumindest vorübergehend von seinen Gedanken erlöste...

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Ich sehe zwar nicht so aus, kann aber ganz schön gefährlich werden!! Wenns muß!


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